Ein Sauriermodell wird am Freitag dieser Woche im Naturkundemuseum an der Museumskreuzung erwartet. Hintergrund für den ungewöhnlichen Transport ist die neue Ausstellung, die unter dem Titel „Saurier der Urzeit“ vom 17. März bis 14. September gezeigt wird.
Ein Highlight der Ausstellung ist die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen vorgenommene hauseigene Rekonstruktion des Dinosauriers „Europasaurus“, der erst vor wenigen Jahren am Nordrand des Harzes entdeckt wurde. Dieses Dinosaurier-Modell wird am Freitag, den 22. Februar 2008, gegen 9.45 Uhr, von der Außenstelle des Museums in der Törtener Straße 44 zum Museum transportiert.
Etwa 10.00 Uhr werden Gerhard Lambrecht, Amtsleiter für Kultur, Tourismus und Sport und Ernst Görgner, Direktor des Museums für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau, das Modell in seinem neuen Domizil in Empfang nehmen.
Insgesamt elf Individuen von „Europasaurus“ wurden entdeckt. Sie sind eng verwandt mit den riesigen Brachiosauriern Ostafrikas, die bis zu 45 Meter lang und 80 Tonnen schwer wurden. Die Harzer Verwandten haben jedoch nur eine Länge von 1,70 bis 6,20 Meter und ein Gewicht von einer Tonne. Zunächst wurden sie deshalb für Jungtiere der Brachiosaurier gehalten. Aufgrund ihrer Knochenstruktur ist jetzt bekannt, dass es sich um erwachsene Tiere, eine Zwergform der Brachiosaurier handelt. In der oberen Jura-Zeit – vor 150 Millionen Jahren – war der Harz eine Insel, auf der der „Europasaurus“ lebte. Aufgrund von Nahrungsknappheit setzte eine „Verzwergung“ ein. Der Fund von „Europasaurus“ im Harz ist eine geologische Sensation.
Ab dem 17. März ist „Europasaurus“ als Modell im Museum zu besichtigen.
Meldung vom 20.02.2008