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Die Wirtschaftsgeschichte von Dessau-Roßlau

 

1840

Eröffnung der Eisenbahnlinie Dessau-Köthen durch die Berliner-Anhalter Eisenbahngesellschaft

 

1841

Eröffnung der Eisenbahnverbindung von Dessau und Roßlau nach Berlin

 

1844

Gründung der Maschinenfabrik der Gebrüder Sachsenberg

 

1846

Gründung der "Anhalt-Dessauischen Landesbank", nachdem Preußen die Schaffung einer "Deutschen Bank" in Dessau verhindert hatte

 

1855           

Hans Viktor von Unruh und Wilhelm Oechelhaeuser gründen ein Aktienunternehmen zur Gasgewinnung und dessen Vertrieb, die "Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft". In der Folgezeit entsteht das "Gas-Viertel" am heutigen Hauptbahnhof.

 

1856

Gründung der Dessauer Kreditanstalt für Industrie und Handel

 

1859

Aufbau eines Industriehafens an der Elbe ("Dessau-Wallwitzhafen")

 

1860

Die Schlosserei "Polysius" wird Maschinenfabrik zur Herstellung von Werkzeugen und Maschinen der Landwirtschaft, später Bau von Anlagen für die Zement- und die chemische Industrie.

 

1863

Bau der Leopoldsbahn nach Zerbst

 

1866

Eröffnung der Schiffswerft in Roßlau, welche bis 1900 zur größten Binnenwerft Europas heranwächst

 

1871

Bau der Zuckerraffinerie Dessau

Als einziges Unternehmen seiner Art gewann diese Raffinerie Zucker mittels Strontium aus Melasse.

 

1872

Die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft richtet eine "Zentralwerkstatt Dessau" ein, in der Gasgeräte (Gaslampen, Gaskocher, Gasmessgeräte) produziert werden.

Gründung der "Berlin-Anhaltischen Maschinenbau AG" (BAMAG)

 

1874

Erweiterung der Eisenbahnstrecke nach Magdeburg

 

1877

Inbetriebnahme des Roßlauer Güterbahnhofs, der bis 1990 zu den größten Güterbahnhöfen Mitteldeutschlands gehörte

 

1882

Gründung der Strontian- und Potaschefabrik

 

1886

Eröffnung der "Elektrischen Zentrale Dessau" als Tochterunternehmen der "Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft" (nach Berlin das zweite Elektrizitätskraftwerk seiner Art in Deutschland)

Das Dessauer Fernsprechnetz wird in Betrieb genommen.

 

1892

Die Firma "Hugo Junkers, Civilingenieur" wird als technisches Büro, Laboratorium und Versuchsanstalt gegründet.

 

1894

Der Hofschlossermeister Friedrich Lutzmann baut seinen Lutzmann-Patent-Motorwagen mit 5 PS.

Eröffnung der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn und Einweihung einer mit Gasmotor betriebenen Straßenbahn in Dessau nach dem System Lühring (Dresden)

 

1895

Gründung der "Deutschen Gasbahn-Gesellschaft" (die spätere "Waggonbau Dessau GmbH") durch die "Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft"

Die Firma "Junkers & Co." (die spätere "Dessauer Geräteindustrie  GmbH") fertigt neuartige Gasmessgeräte und Warmwasser-Durchlauferhitzer (Junkers-Patente).

 

1897

Gründung der Porzellanfabrik H. Schomburg & Söhne

 

1907

Errichtung einer Straßenbahnverbindung zwischen Dessau und Roßlau

 

1910

Zwischen Dessau und Bitterfeld entsteht die erste elektrisch betriebene Versuchsstrecke der Eisenbahn in Deutschland.

 

1911

Die "Motorenwerke GmbH" (ab 1912 "Anhaltische Automobil- und Motorenfabrik AG") fertigt Motoren und Autos ("Der Dessauer") am Fließband.

 

1915

In der "Forschungsanstalt Prof. Junkers" entsteht das erste Ganzmetallflugzeug der Welt, die Junkers J1 (Erstflug am 12. Dezember 1915).

 

1916

Gründung des Tetralinwerkes (heute: DHW Deutsche Hydrierwerke GmbH Rodleben)

 

1919

Entstehung der "Junkers Flugzeugwerke AG"

Bau der Junkers F 13, des ersten Ganzmetallkabinen-Verkehrsflugzeuges der Welt

 

1922

Das "Bakteriologische Institut" wird ins Leben gerufen. Aus ihm entsteht später das "Hygienische Institut" und das "Anhaltische Serum Institut Dessau" (heute: IDT Biologika GmbH).

 

1923

Gründung der "Junkers-Motorenbau GmbH" in Dessau (der Junkers-Motorenbau in Magdeburg besteht bereits seit 1913)

Die direkte Eisenbahnverbindung Dessau-Berlin über Wiesenburg und Belzig wird eröffnet.

 

1926

Dessau erhält einen neuen Flugplatz, der ab 1930 dem Liniendienst der "Deutschen Lufthansa" angeschlossen ist.

 

1928
Von Dessau aus erfolgte der erste Flug über den Atlantischen Ozean in Ost-West-Richtung. An Bord der Junkers W 33 sind Köhl, v. Hünefeld und Fitzmaurice.

 

1931

Erfolgreicher Start der ersten europäischen Flüssigkeitsrakete durch Johannes Winkler in Dessau-Großkühnau

 

1933

Nachdem der Eigentümer Prof. Hugo Junkers aus seinen Betrieben und aus Dessau mit erpresserischen Mitteln vertrieben wurde, erfolgte der 
Ausbau des Junkers Flugzeug- und Motorenwerk Dessau zum größten deutschen Rüstungsunternehmen.

 

1936-1938

Errichtung des Roßlauer Industriehafens

 

1945

Die Stadt Dessau und die ansässige Industrie werden durch Bombenangriffe stark zerstört.

 

1946

Demontage der Junkerswerke und anderer Betriebe

Die Industriebetriebe werden in "Volkseigentum" überführt bzw. unter sowjetische Verwaltung gestellt.

 

1949

Die "Berlin-Anhaltische Maschinenbau AG" wird in zwei Betriebe aufgeteilt: ABUS (Ausrüstungen und Getriebe für die Schwerindustrie) und ELMO (Elektromotorenbau). Nach der Auflösung der "Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft" wird in einem Schauprozess gegen die Geschäftsführung vorgegangen. Wegen sogenannter Wirtschaftsverbrechen werden mehrjährige Gefängnisstrafen ausgesprochen.

 

ab 1952

Ausbau des Industriestandortes Dessau auf den Gebieten Maschinen- und Anlagenbau, Schienenfahrzeugbau, Mess- und Regelungstechnik, Impfstoffe und technische Konsumgüter

 

1972

Gründung des VEB "Magnetbandfabrik Dessau"

 

1990

Die ehemaligen VEB werden treuhänderisch verwaltet und nicht immer im Einvernehmen mit der Kommune privatisiert.

 

1991

Beginn der Entwicklung von Gewerbegebieten in Dessau-Ost, Dessau-Mitte und Dessau-West (Junkers-Gewerbepark)

 

1993

Die Region Dessau-Bitterfeld-Wittenberg wird Korrespondenzstandort zur EXPO 2000 Hannover.

 

1993

Das "Handwerkergebiet" im Gewerbegebiet Dessau-Mitte ist für erste Ansiedlungen fertiggestellt.

Teilwiederherstellung und Neueröffnung des Flugplatzes

 

1994

Eröffnung des "Europadorfes" im Stadtteil Roßlau-Meinsdorf


1996

Auf dem Gelände des ehemaligen Waggonbau entsteht ein Industrie- und Gewerbepark. Die Fahrzeugtechnik Dessau GmbH, als erstes Unternehmen an diesem Standort, setzt die Traditionen des 100jährigen Waggonbaus in einem Entwicklungszentrum für den Schienenfahrzeugbau fort.

Der erste Spatenstich zur Wiedererrichtung des brachliegenden Industriegeländes der ehemaligen Magnetbandfabrik erfolgt in Anwesenheit des Wirtschaftsministers des Landes Sachsen-Anhalt.

 

1997

Das 300 ha große Areal des ehemaligen Junkersflugplatzes und der Junkers-Flugzeugwerke wird zu einem Industrie- und Gewerbegebiet umgewandelt und bietet beste Voraussetzungen für die Neuansiedlung von innovativen Unternehmen. 

Die Stadt Dessau ist Modellstadt des Projektes "Städte der Zukunft" des Bundesbauministeriums (ExWoSt) und verfolgt damit das Ziel einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Stadtentwicklung.

 

1998

Roßlau wird Modellstadt im Landesprojekt "Ökologische Stadt - Umweltgerechter Verkehr".

 

2000

Übergabe des neu erschlossenen Industrie- und Gewerbegebietes Flugplatz

 

 

 

2007

Fusion der Städte Dessau und Roßlau zu einem gemeinsamen Wirtschaftsstandort 

 

weitere Informationen zur Wirtschaftsgeschichte von Dessau-Roßlau

Geschichte des Waggonbau Dessau

Sie verlassen die Seite www.dessau-rosslau.de und rufen eine externe Seite auf www.kuehlwaggon.de

 

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