Sie sind hier: Dessau-RoßlauStartseiteTippsDesaster des Krieges - Ausstellungseröffnung

Ausstellungseröffnung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau

Desaster des Krieges. Von Francisco de Goya bis Robin Hinsch

Vom 13. Mai bis zum 16. Juli 2017 (Eröffnung am 12. Mai, um 18 Uhr) präsentiert die Anhaltische Gemäldegalerie in Kooperation mit dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus in der Orangerie historische und zeitgenössische künstlerische Positionen, die Realitäten und Folgen von Krieg darstellen.

Vor dem Hintergrund weltweit anhaltender Flucht und Vertreibung will die Ausstellung das Verständnis für Kriegssituationen als Ursachen von Flucht in Gegenwart und Vergangenheit vertiefen und Toleranz fördern. Unter dem Titel Los Desastres de la Guerra schuf Goya eine Serie von Radierungen, in der er die Brutalität des spanischen Unabhängigkeitskriegs festhielt. Massaker, Vergewaltigung und Hinrichtung werden dem Betrachter in einer Nahsichtigkeit präsentiert, die bis heute erschüttert und herausfordert.

In den Werkgruppen des 20. Jahrhunderts steht die Zerstörung städtischen Lebensraums im Vordergrund: Fotografien von Richard Petersen und Holzschnitte und Zeichnungen von Wilhelm Rudolph sind Zeugnisse der Trümmerlandschaft Dresdens nach den Bombardierungen 1945.
Die Zerstörung Dessaus durch die Fliegerangriffe 1944/45 dokumentieren Aquarelle des Malers Hermann Rost. Sie zeigen verwüstete Straßenzüge Dessaus, bevölkert von schemenhaften Figuren, die die Rückkehr zum Alltag in der zerstörten Stadt vergegenwärtigen. Aufgrund bekannter Architekturen wie der Marienkirche oder dem Rathausturm sind die Szenen leicht zu lokalisieren und verdeutlichen das Ausmaß der damaligen Zerstörung.

Die Serie Kobane des Fotografen Robin Hinschs zeigt die Verwüstungen der von dem IS und kurdisch-syrischen Einheiten umkämpften Stadt. Frappierend und beunruhigend ist, wie sehr sich die Bilder der Zerstörung unabhängig von Zeit und Ort gleichen.
 

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