Sie sind hier: Dessau-RoßlauAktuelle BeiträgeGrußwort Koschig

Klemens KoschigUnd jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
  Hermann Hesse (1877-1962)

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 1. Juli 2007 haben sich unsere beiden Städte rechts und links der Elbe zur neuen kreisfreien Doppelstadt Dessau-Roßlau vereinigt. 27 lange Monate voller Arbeit und Mühen, gewürzt mit mancherlei politischen Auseinandersetzungen und angestrengten Ringens um eine ganze Reihe fusionstechnischer Details - vom Fusionsvertrag selbst ganz zu schweigen - liegen dann seit der Bürgeranhörung am 6. März 2005 in Dessau und dem Bürgerentscheid am 20. März 2005 in Roßlau hinter uns. Da drängt sich förmlich das alte deutsche Sprichwort auf: „Ende gut, alles gut“.

Ja, angesichts der großartigen Arbeit von Räten und Verwaltungen beider Kommunen in Vorbereitung auf unsere Fusion darf das Wort alter Volksweisheit getrost gebraucht werden. Das Ergebnis zählt und nicht die vielen Mühen, die hoffentlich bald vergessen sein werden. Es galt schließlich alle Vorkehrungen zu treffen, damit zwei Stadtverwaltungen und nahezu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung von Anhalt-Zerbst zu einer neuen und fast aus dem Stand schlagkräftigen neuen Stadtverwaltung zusammen finden können. Als erstes galt es, das qualifizierte Bürgeramt im Roßlauer Rathaus für den 2. Juli 2007 arbeitsbereit zu installieren. Dem folgen dann alle weiteren Umzüge, die im Dezember abgeschlossen sein werden. Dann wird auch unser neues Technisches Rathaus im ehemaligen Garnisonsgelände voll arbeitsfähig sein. Erstmals ist dann das gesamte Baudezernat nicht unter einem Dach, aber an einer Stelle bei sehr guten Arbeitsbedingungen vereinigt. Ich verspreche mir hier einen weiteren Schub für unsere Arbeit im Dienste von Bürgerschaft und Wirtschaft, zur weiteren Beschleunigung von Verwaltungsverfahren, vor allem aber von Investitionsvorhaben.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mit dazu beitrugen, dass die Fusion ordentlich vorbereitet wurde, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab Montag in der neuen Stadtverwaltung durchstarten können, dass unsere Bürgerinnen und Bürger nur wenig von all den Anstrengungen mitbekommen haben, denn unser Bürgerservice war die ganze Zeit nur an wenigen Stellen, und dann nur geringfügig, eingeschränkt. Das sind die beiden Stadträte, das sind alle Verantwortlichen in den Verwaltungen, alle Mitmacher und "Malocher", vor allem aber auch die Arbeitsgruppe Personal, die alle auftretenden Probleme schnell und zielorientiert einer Lösung zuführte.

Ein besonderes Wort des Dankes möchte ich den beiden Dessauer Oberbürgermeistern, Herrn Alt-Oberbürgermeister Hans-Georg Otto und Herrn Bürgermeister Karl Gröger widmen, die sich beide, jeder auf seine Weise, mit ihrer ganzen Persönlichkeit dem Fusionsprozess gewidmet, ihn vorangetrieben, aber auch an der einen oder anderen Stelle gegen Angriffe verteidigt haben. Beide haben sich hiermit um die neue Stadt in herausragender Weise verdient gemacht, was unser aller Respekt und Anerkennung verdient.

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Noch-Städte Dessau und Roßlau (Elbe),

mit Ihrem überzeugenden Votum zur Kommunalwahl am 22. April 2007 haben Sie mich in die Verantwortung für unsere gemeinsame Doppelstadt als ersten Oberbürgermeister dieser Stadt gewählt. Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken und verspreche Ihnen, mit ganzer Kraft Stadt und Bürgerschaft zu dienen und ihr Ansehen zu mehren. Ich bin mir der besonderen Verantwortung sowie der großen Erwartungshaltung sehr bewusst, die aus dem Wahlergebnis spricht, empfinde es aber auch als ein großartiges Bekenntnis zu unserer neuen Doppelstadt.

Jenen aber, die mir kritisch gegenüber standen und stehen, jenen, die mich nicht gewählt haben, möchte ich hiermit die Hand reichen, und ich möchte Sie bitten, eventuell in den vergangenen Wochen entstandene Gräben wieder zuzuschütten und gemeinsam mit mir nach vorn zu schauen. Wir haben erfolgreich das dritte Oberzentrum in Sachsen-Anhalt verteidigt. Das darf uns stolz und zuversichtlich  stimmen. Warum sollen wir dann nicht auch die nächsten, nicht minder schweren Brocken stemmen können?

Lassen Sie uns auch gemeinsam die Hände reichen über die Elbe hinweg, die uns fortan nicht mehr trennen, sondern vereinen soll. Je schneller es uns gelingt, ein gemeinsames Dessau-Roßlau-„Wir-Gefühl“ zu entwickeln, umso stärker werden wir sein. Der Sieg bei der mdr-Stadtwette vor einigen Tagen war solch ein gutes Zeichen unserer neuen, aus unserer Gemeinsamkeit erwachsenden Stärke.

Wir können zwar zum Fusionstag von dem guten Ende sprechen, was die Vorbereitung auf den Stadtgeburtstag betrifft, aber dann geht es erst richtig los. Und wir können natürlich heute noch nicht wissen, wohin uns die Zukunft führen wird. Wir haben es aber selbst in der Hand, wie uns der amerikanische Automobilhersteller Henry Ford (1863-1947) ermutigt:
"Zusammenkunft ist ein Anfang.
Zusammenhalt ist ein Fortschritt.
Zusammenarbeit ist der Erfolg."
Wir haben uns im Fusionsprozess zusammengefunden. Wir haben dabei bewiesen, dass wir zusammenhalten können. Lassen Sie uns nun vorbehaltlos zusammenarbeiten.

So wünsche ich mir, dass Sie gern Bürger unserer neuen Doppelstadt Dessau-Roßlau sind, gern in ihr wohnen und bitte Sie dazu um Ihr engagiertes Mittun. Und das nicht nur in den vor uns liegenden sieben Jahren der ersten Wahlperiode. Diese Stadt, ihre reiche Geschichte und Tradition sowie ihre herrliche Umgebung, vor allem aber ihre Menschen haben es verdient.

Unser Dessau-Roßlau möge durch unseren gemeinsamen Fleiß, durch unser gemeinsames Mittun weiter wachsen, gedeihen und erblühen.


Herzliche Grüße

 

Ihr

 

Klemens Koschig

Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau

 Copyright © Stadtverwaltung Dessau-Roßlau · Zerbster Straße 4 · 06844 Dessau-Roßlau
Kontakt zum Redakteur Zum Inhalt Seite drucken Seite empfehlen Zum Seitenanfang