
„Leinen los!“ heißt es seit dem 4. August auf der Elbe am Kornhaus, denn nun können dort wieder Fahrgastschiffe vor Anker gehen.
Eine illustre Schar von Gästen wohnte der Einweihung der neu errichteten Anlegestelle bei. Allen voran der Kapitän der „MS Dessau-Roßlau“, Jan Harnisch, der zur ersten Fahrt gen Roßlau einlud. Aber auch die Herren vom Roßlauer Schifferverein, Spalier stehend in ihren schmucken Uniformen, die Roßlauer Schiffernixe und selbst Piratenkapitän Ingo Otto, dessen Heimathafen an der Goitzsche liegt, waren vor Ort.
Nachdem Antje Guth, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Marketing, Matthias Beiersdorfer, Geschäftsführer des Vereins „Blaues Band“, und Kapitän Harnisch das obligatorische Band zerschnitten hatten, gab es für die zahlreichen Gäste auch kein Halten mehr. Schnell hatte man seinen Platz gefunden und genoss die einstündige Fahrt, die nette Bewirtung tat ihr Übriges.
Eigentlich sollte der Anleger bereits im vergangenen Jahr fertiggestellt werden, die Wasserstände ließen dies allerdings nicht zu. Nun aber findet die lange Tradition der Dessauer Fahrgast-Schifffahrt ihre Fortsetzung, werden Wasser- und Radtourismus verknüpft. So könnten Radtouristen auf dem Elberadweg beispielsweise die Möglichkeit nutzen, eine Teilstrecke auf dem Wasserweg zurückzulegen. Ein schönes Angebot, sollte man meinen.
Die Dessauer Anlegestelle komplettiert die Route der „MS Dessau-Roßlau“, die von Breitenhagen bis Wittenberg, dem Heimathafen der Reederei Harnisch, verläuft. Aber auch Magdeburg und im nächsten Jahr die Stadt Waren stehen auf dem Programm.
Mehr Informationen unter
www.ms-wittenberg.de und in den Tourist-Informationen Dessau und Roßlau.